Soziale Innovation GmbH

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Die Soziale Innovation GmbH ist Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt, einer deutschlandweiten Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen.

10.06.13

Beschäftigungsperspektive Hauswirtschaft


Ausgangslage


Gesamtgesellschaftliche Veränderungen wie der demografische Wandel oder die zunehmende Überalterung der Gesellschaft haben zur Folge, dass die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Dienstleistungen stetig zunimmt. Bereits heute kann von einem Arbeitskräftemangel in der Hauswirtschaftsbranche gesprochen werden und die Anzahl an offenen Stellen steigt weiter an. Hinzu kommt, dass in dieser Branche selbst überproportional viele ältere Beschäftigte tätig sind. Aufgrund vielfältiger Erschwernisse ist es jedoch vielen Beschäftigten kaum möglich, ihre Arbeit in der Hauswirtschaft bis zur Rente fortzusetzen. So verfügen die meisten Unternehmen nur über unzureichende Ressourcen, um eine angemessene Personalentwicklung oder alternsgerechte Gesundheitsförderung im Betrieb aufzubauen und den Personaleinsatz flexibel an die jeweiligen Bedingungen anzupassen. Auch fehlt es häufig an Instrumenten und Ansätzen zur Belastungsreduzierung und Durchführung eines alternsgerechten Personalmanagements. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass auch die Anforderungen an die Hauswirtschaftstätigkeiten zunehmend steigen. Insbesondere für ältere Beschäftigte kann diese Tatsache zur erhöhten physischen und psychischen Belastung beitragen, welche sich auch negativ auf das Privatleben auswirken kann. Ein Wechsel in ein neues Beschäftigungsfeld ist jedoch meist unmöglich, da entweder die dafür benötigten Kompetenzen und/oder das Fachwissen fehlen oder körperliche Einschränkungen im Wege stehen.

 

Ziel


Folgende Projektziele stehen im Mittelpunkt:

1.    Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer/innen bis zur Rente:

  • Arbeitsbezogene Belastungen abbauen
  • Entwicklung von neuen Einsatzmöglichkeiten/Berufswegekorridoren, um Beschäftigung fortzusetzen

2.    Personalentwicklungssysteme etablieren und nachhaltig verankern:

  • Einfach zu handhabende Instrumente einführen
  • Kultur des lebenslangen Lernens und der Gesunderhaltung fördern

3.    Weiterbildungsangebote entwickeln und umsetzen:   

  • Fachliche, methodische sowie soziale Kompetenzen der Beschäftigten fördern
  • Passgenaue Angebote entwickeln und umsetzen
  • Weiterbilden in fachlichen Themen, Gesundheitsförderung und Qualitätsanforderungen

4.    Dauerhafte Einführung/ Transfer der Maßnahmen zur Förderung der Erwerbstätigkeit von älteren Beschäftigten in der Hauswirtschaft

Handlungskonzept


Die skizzierten Ziele sollen mit Hilfe von fünf Handlungssträngen erreicht werden:


Handlungsstrang 1 – „Im Personalmanagement alternsgerecht handeln“

Ziel dieses Handlungsstrangs ist die Entwicklung und Umsetzung von alternsgerechten Handlungskonzepten sowie die Vermittlung entsprechenden Handlungswissens zu Personalentwicklung, Personaleinsatz und Gesundheitsförderung.

Handlungsstrang 2 – „Kompetenzen aufbauen“


In diesem Handlungsstrang sollen die fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen der aktuellen und zukünftigen älteren Hauswirtschafts-Mitarbeiterinnen ausgebaut und gestärkt werden.

Handlungsstrang 3 – „Belastungen abbauen – individuelle Ressourcen stärken“


Hierbei gilt es, Belastungen durch die Arbeit abzubauen und die individuellen Ressourcen der Mitarbeiterinnen so zu stärken, dass eine Belastungssituation bewältigt und die Erwerbstätigkeit fortgesetzt werden kann.

Handlungsstrang 4 – „Neue Berufswege einschlagen“


Das Ziel besteht darin, neue Aufgabenfelder (Berufswegekorridore) für ältere Hauswirtschafts-Mitarbeiterinnen zu identifizieren, damit sie auch bei eingeschränkter Einsatzfähigkeit ihre Erwerbstätigkeit bis zur Rente fortsetzen können.

Handlungsstrang 5 – „Nachhaltigkeit und Transfer“


Die Projektergebnisse können dazu dienen, weitere Unternehmen mit einer Hauswirtschaftsabteilung zum alterns- und bedarfsgerechten Wirtschaften anzuregen.
Der Transfer dieser Ergebnisse erfolgt anhand eines Projektnewsletters auf den Homepages der Projektpartner. Außerdem wird eine Broschüre veröffentlicht und eine Abschlussveranstaltung organisiert, wodurch die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zusätzliche Veröffentlichungen in Fach- oder Mitarbeiterzeitschriften sind in Planung.

Ansprechpartner/innen

Stefanie Franke


Projektpartner


Das Projekt wird in Kooperation mit der ESTA-Bildungswerk gGmbH durchgeführt.
Ansprechpartnerinnen:  Frau Sprunk, Frau Noelle-Dewey, Frau Struckmeier

 

Förderung/Auftraggeber


Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“ (www.bundesinitiative-gleichstellen.de). Entwickelt wurde das Programm vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Programm wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF).